Gedichte

Gedichte

Gefangen
Ich bin gefangen im Käfig der Gefühle
meine Gedanken umschwirren die Stäbe
sie suchen den Ausgang
doch den kennst nur du
du streichelst meinen Körper
ich erlebe das wie ein trockener Schwamm im Wasser
meine Haut saugt es auf
das Glück deiner Hände
gestern war ich das nichts
heute bin ich alles

 

Wo bist Du?
Ich lache und ich weine
ich trauere und ich freue mich
in meinen Gedanken bist du bei mir
in der Realität bist du weit weg
deine Wärme umgibt mich
du lässt mich erkalten
ich spüre deinen Körper
ohne dich anzufassen
deine Seele ist bei mir
wo bist du?

 

Kuss
Dein Kuss, ich erlebe ihn heiß
wie Feuer auf meinen Lippen
er brennt in meiner Seele
und lässt mein Herz gefrieren
meine Wut auf deine Kälte
ist meine körperliche Erwärmung
sehnsüchtig warte ich auf deinen nächsten
und möchte ihn doch auch gleichzeitig abstoßen
war der letzte erst gestern
oder ist schon ein Monat vergangen
Küsse, zärtlich und liebevoll
möchte ich dir geben
in meinen Gedanken

 

Spiegel
Du bist der Spiegel meiner Seele
in Dir erkenne ich mich selbst
dein Wesen, deine Art
ich erkenne vertraute Züge
die gemeinsamen Stunden
als ob wir eins wären und doch sind
wir 2 verschiedene Menschen die
sich gefunden haben
schweigend und doch so viel sagend
in der Gegenwart des anderen
meine Gedanken verschmelzen mit
deinen und tauschen sich aus
eins sein, miteinander verbunden durch
ein unsichtbares Band

 

Augenblick
Ich verfalle deinem Augenblick
gibt es ein Weg zurück
hab ich den Weg zu dir gefunden
oder geh ich wieder nur meine Runden
ohne Ziel, ohne Halt
verfallen an deiner Gestalt
der Falsche wieder mal
zurück bleibt nur der Geschmack so schal
gequält suche dich deinen Blick
verfallen im Augenblick

 
Freundin
Meine Probleme sind auch deine
in unseren Gesprächen lösen sie sich in Luft auf
du hörst mir zu und ich bin für dich da wenn wir uns brauchen
zwei Seelen dich sich gefunden haben
und für einander mit einander
das gleiche
denken und reden
gemeinsam in einer Welt auch wenn uns
tausende Kilometer trennen
hör ich mal deine Stimme nicht fehlt mir etwas
was ich dir erzählen kann
nur die, die dieses Gefühl kennen
wissen was es bedeutet dich als
Freundin zu haben
 

Schwups
Schwups, da warst du da in meinem Leben
und schwups schon seh ich dich nicht mehr
gerade haben wir erst zueinander gefunden
und schon sind wir wieder getrennt
Schwups so ein starkes Gefühl für dich
Schwups wie geht es wieder weg
ich will es nicht verlieren

und schwups schon wieder ist es da
stärker als je zu vor
ich kann es nicht beschreiben
und doch sagt es alles
Schwups und schon wieder ist ein Tag vorbei
ein Tag ohne Dich zu sehen
ein Tag ohne dich zu hören
ein verlorener Tag ohne deine Liebe
weit weg von Dir spüre ich dich
ohne dich, schwups zerreißt es mich

 

Zeitverlust
verliere ich die Zeit beim Gedanken an dich
ganz besonders ärgerts mich
Zeit so wertvoll und kostbar
für jede Minute so dankbar
die ich mit dir verbringen kann
doch frage ich mich wann
die Zeit allein und nicht mir dir
der Zeitverlust passiert nur mir

 

Unbekannt
Unbekannt und doch so nah
geschriebene Worte ergreifen die Seele
lassen sie tanzen vor Freude
sind gar nicht mehr so fremd
entwickeln ein Bild
farbenprächtig rasen die Gedanken
durch den Körper
wärs doch so in Wirklichkeit
neues entdecken und altvertrautes erkennen

Selma Arade

Geboren 1963 und in einer Kleinstadt in Hessen aufgewachsen, einige Jahre in Portugal gearbeitet und gelebt, seit vielen Jahre in Hamburg lebend und glücklich geschieden, immer wieder unglücklich verliebt und trotzdem zufrieden mit Ihrem Leben